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Übersicht Nach Hippias von Elis (5. Jh. vor unserer Zeitrechnung) bedeutet Enzyklop�die universale Bildung. Sp�ter wurde der Begriff auf die Darstellung des gesamten menschlichen Wissens ausgedehnt. Die bedeutendste systematische Enzyklop�die der Neuzeit entstand durch Diderot und d'Alembert von 1751-80 in 35 gro�formatigen B�nden, die unter Mitarbeit f�hrender europ�ischer Wissenschaftler zum Standardwerk der franz�sischen Aufkl�rung avancierte. Das politische Ziel der Enzyklop�die ist heute wie damals dasselbe: die Emanzipation breiter Volksschichten durch freien Zugang zum Wissen. Was in der Zeit der Interaktivit�t und der Vernetzung m�glich ist, ist ein Lexikon nach dem Hypertext-Prinzip. Die Erfindung Diderots aus dem 18. kann zu Beginn des 21. Jahrhunderts in das blaue Universum des Internet �bertragen werden. Im Rahmen des dort realisierbaren Wissensnavigators entfaltet sich dort ein Hyper-Lexikon, welches neuartige Interfaces f�r den Zugang zu Wissen er�ffnet. Der Wissensnavigator ist ein Lexikon der Zukunft auf dem Weg zu einer interaktiven Enzyklop�die. Wenn Sie die elektronische Fassung benutzen, k�nnen Sie von Hyperlink zu Hyperlink springen. Damit entfaltet sich eine "lebende" Anwendung, die sich gerade auch durch Ihre Vorschl�ge, liebe Nutzer, weiterentwickelt. Sie sind herzlich eingeladen, zum Teilnehmer dieses Evolutionsprozesses zu werden - etwa, indem Sie neue Begriffe vorschlagen, die aufgenommen werden sollen. Eine Redaktion, die aus dem Autor und einem Expertenteam besteht, wird �ber die Aufnahme neuer Begriffe entscheiden. Ziel der Wissensnavigators ist es, einen umfassenden �berblick �ber Inhalte und Kontexte der so genannten New Economy zu bieten. Hierzu wurde als Bezugsrahmen der kybernetische Ansatz von Stafford Beer gew�hlt und eine Aufteilung in die Bereiche Knowledge / Technology, Communication / Navigation, Trading / Finance, Management / Net Economy sowie Coding / Life Design vorgenommen. Heute gelingt es nur noch wenigen Wissensarbeitern, den �berblick �ber die vielf�ltigen Trends in Wirtschaft, Gesellschaft und Technologie zu behalten. Wer heute nicht mit dem Internet arbeitet, verliert den Anschlu� an das aktuelle Wissen. Mit einem kontextorientierten Wissensnavigator l�sst sich ganz im Sinne des Vision�rs Vannevar Bush ein vernetztes Mosaik an Trends und Ausblicken anbieten, damit wir uns des Ausma�es der Ver�nderungen, vor denen wir stehen, besser bewusst werden. Es geht um Menschen und Maschinen, vor allem aber geht es um die Grenzfl�chen zwischen diesen Teilnehmern, den Interfaces. Einem Buch �ber die Wirtschaft muss es deshalb im Sinne Elias Canettis in erster Linie darum gehen, das Zersplitterte zu vereinen, d.h. das Puzzle der �konomie zusammenzusetzen. Der Wissensnavigator ist deshalb vor allem ein Buch �ber Kontexte, da wir es nur �ber ein tiefergehendes Verst�ndnis unseres Handelns in der Hand haben, eine humane �konomie aufzubauen. Menschwerdung ist eine Metamorphose, die nur �ber ein Medium erfolgen kann. Als beherrschendes Medium steht uns heute das Internet zur Verf�gung. Eine Theorie f�r die menschliche Evolution, die das jeweils dominierende Medium ausklammert, ist nicht in der Lage den technologischen, sozialen, �konomischen und kulturellen Herausforderungen gerecht zu werden und wird deshalb scheitern. Ziel eines Wissensnavigators ist es, die Medientheorie in einer transparenten Form zu formulieren, um die Wechselwirkungen unterschiedlicher Entwicklungstrajektorien besser zu verstehen und somit eine Landkarte f�r das Verst�ndnis der neuen Medien zu designen - freilich eine Landkarte mit tempor�rem, d.h. fluidem Charakter, die sich mit der Weiterentwicklung des Wissens autokatalytisch umformt und im Sinne d'Arcy Thompsons beliebige Formen auf dem Weg zur Menschwerdung annehmen kann. Da der Entdeckungsproze� von Wissen im Rahmen von Bifurkationen vor sich geht, ist ein rhizomatischer Navigator im Sinne von Gilles Deleuze der einzig gangbare Weg, um das Medienchaos zu entwirren oder um mit Anaxagoras zu sprechen - dieses zu entmischen. Dazu m�chte der Wissensnavigator einen Beitrag leisten. Übersicht Top |